Werkzeugkonstruktion
Spritzguss-, Druckguss- und MIM-Werkzeuge | Stanz-, Folgeverbund- und Transferwerkzeuge
TB Müller ist Ihr Anbieter für Spritzguss-, Druckguss- und MIM-Werkzeuge sowie für Stanz-, Folgeverbund- und Transferwerkzeuge. Mit jahrzehntelangem Know-how in metallischen und thermoplastischen Werkstoffen bietet TB Müller fundierte Werkzeugkonstruktion für unterschiedlichste Fertigungsverfahren. Begleitend werden Simulationen eingesetzt, um Änderungsschleifen bereits im Vorfeld zu vermeiden und von Beginn an gute Ergebnisse zu erzielen.
- Werkzeugarten
- Spritzguss-, Druckguss- und MIM-Werkzeuge · Stanz-, Folgeverbund- und Transferwerkzeuge
- Leistungsumfang
- Auslegung · Konstruktion · Füllstudie · Bemusterung · Messprüfung
- Ausführungen
- Prototypenwerkzeuge · Einfach- und Mehrfachwerkzeuge
- Sonderverfahren
- Gasinjektion · Core-Back · Folien- und Textilhinterspritzen · Insert-Technik
- Besonderheit
- Unser Know-how durch jahrzehntelange Erfahrung.
Werkzeugtechnik im Detail
Technologiefelder, in denen wir erfolgreich Werkzeuge entwickeln und konstruieren.
Mehrkomponententechnik & Kunststoffverarbeitung
Ein, zwei oder mehrere Werkstoffe in einem Werkzeug — mit allen Auslegungen für Anspritzung, Trennebene, Prozessführung und die Ablauffolge der Spritzeinheiten. Ebenso entscheidend ist die Mechanik, die ein Werkzeug oder Funktionsbauteil überhaupt erst möglich macht.
- 2-K-Verbundspritzen
- Mehr-Farben-Spritzgießen
- Folienhinterspritzen
- Textil- und Stoffhinterspritzen
- Drehteller und Drehwerkzeuge
- Umsetz- und Einlegetechnik
- Core-Back-Technik
- Gasinjektionstechnik
Blechbearbeitung
Stanz- und Umformwerkzeuge für die wirtschaftliche Serienfertigung von Blechteilen, ausgelegt auf hohe Werkzeugstandzeiten, Prozesssicherheit und reproduzierbare Maßhaltigkeit über die gesamte Losgröße.
- Stanzwerkzeuge
- Folgeverbundwerkzeuge
- Transferwerkzeuge
- Biege- und Umformwerkzeuge
Druckguss
Druckgusswerkzeuge für die wirtschaftliche Serienfertigung komplexer Bauteile, konstruktiv optimiert hinsichtlich Formfüllung, Entlüftung, Temperierung und Entformung.
- Druckgusswerkzeuge
- Kombination mit umspritzten Einlegeteilen
- Thermische Auslegung der Kavität
Metallpulverspritzguss (MIM)
Werkzeuge für die Herstellung komplexer Metallbauteile im Metallpulverspritzguss. Die Werkzeugauslegung berücksichtigt dabei die besonderen Anforderungen des hochgefüllten Feedstocks sowie die nachfolgenden Entbinderungs- und Sinterprozesse.
- MIM-Spritzgießwerkzeuge
- Werkzeugauslegung für hochgefüllte Feedstocks
- Schwindungs- und sintergerechte Kavitätsauslegung
- Optimierte Anspritzung und Formfüllung
- Verschleißgerechte Auslegung der formgebenden Bereiche
- Einfach- und Mehrfachwerkzeuge
Entscheidend für die technische Auslegung
Füll- und Fließwegstudie
Vor der Werkzeugauslegung bewerten wir Fließwege, Bindenähte und Nachdruckverhalten sowie die zu erwartende Druck- und Temperaturverteilung im Bauteil. Dadurch lassen sich Anspritzposition, Werkzeugkonzept und Prozessführung frühzeitig optimieren und potenzielle Qualitätsrisiken bereits vor Beginn der Detailkonstruktion minimieren.
Entformbarkeit und Trennebene
Entformungsschrägen, Hinterschnitte und die werkzeuggerechte Trennebene entscheiden, ob ein gestalterisch überzeugendes Bauteil überhaupt wirtschaftlich herstellbar ist.
Toleranzketten für automatisierte Montage
Bereits vor der Werkzeugkonstruktion analysieren und berechnen wir die relevanten Toleranzketten über die gesamte Baugruppe. So stellen wir sicher, dass die Einzelteile innerhalb ihrer zulässigen Abweichungen zuverlässig zusammenwirken und eine prozesssichere, taktstabile Montage gewährleistet ist.
Kavitätenzahl und Wirtschaftlichkeit
Je nach Stückzahl, Bauteilgeometrie und geforderter Zykluszeit legen wir das Werkzeug als Einfach- oder Mehrfachwerkzeug aus. Entscheidend sind dabei eine gleichmäßige Formfüllung und Temperierung sowie eine prozesssichere Entformung aller Kavitäten — für reproduzierbare Bauteilqualität und eine wirtschaftliche Serienfertigung.
Insert- und Umspritztechnik
Metallteile werden präzise im Werkzeug positioniert und gezielt in das Kunststoffbauteil integriert. Eine abgestimmte Bauteilgeometrie, definierte Umspritzbereiche und geeignete Verankerungselemente gewährleisten eine sichere formschlüssige Verbindung sowie eine reproduzierbare Positionierung im Serienprozess.
Bemusterung und Messprüfung
Jedes Werkzeug wird vor der Serienfreigabe unter definierten Prozessbedingungen bemustert und die gefertigten Bauteile messtechnisch geprüft. Die Auswertung der relevanten Qualitäts- und Maßmerkmale bildet die Grundlage für Optimierungen und bestätigt abschließend die Prozess- und Serientauglichkeit des Werkzeugs.
Werkzeugentwicklung — Sonderverfahren und Spezialtechnologien
Beispiel aus einem realen Projekt: ein Griff, bei dem ein beschichtetes Metall-Hakenteil umspritzt, der Stiel per Gasinjektion hohl ausgeformt und anschließend eine Weichkomponente angespritzt wird — alles in einem Werkzeug auf einer 2-Komponentenmaschine.
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Bauteil bewerten
Wandstärken, Funktionsflächen und Toleranzen bewerten und das technisch geeignete Fertigungsverfahren definieren.
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Verfahren festlegen
Anzahl der Komponenten, Reihenfolge der Spritzeinheiten, Umsetzprinzip: Drehteller, Drehkern oder Einlegetechnik.
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Füllstudie
Fließwege, Bindenähte und Nachdruck simulieren, kritische Zonen vor der Werkzeugfertigung optimieren.
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Werkzeug konstruieren
Kavitäten, Kühlung, Auswerfer, Anspritzung und Positionierung der Einlegeteile detailliert auslegen.
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Bemustern
Erste Teile fertigen, vermessen und mit dem Konstruktionsstand abgleichen.
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Freigeben
Prozessfenster dokumentieren und das Werkzeug für die Serienfertigung freigeben.
Häufige Fragen
Bauen Sie die Werkzeuge auch selbst?
Wir übernehmen die Werkzeugkonstruktion sowie die technische Begleitung bis zur Bemusterung und Freigabe. Die Fertigung erfolgt beim Werkzeugbau des Kunden oder bei bewährten Partnern — die konstruktive Verantwortung bleibt durchgehend bei uns.
Können Sie ein Werkzeug für ein bereits konstruiertes Bauteil auslegen?
Wir prüfen das Bauteil hinsichtlich Entformbarkeit, Wandstärken und Toleranzen und zeigen erforderliche Anpassungen frühzeitig auf — einschließlich ihrer Auswirkungen auf Werkzeugkonzept, Kosten und Terminplan.
Wie viele Kavitäten sind sinnvoll?
Die optimale Kavitätenzahl ergibt sich aus Jahresstückzahl, Zykluszeit und Bauteilgeometrie. Ob Einfach- oder Mehrfachwerkzeug — entscheidend sind eine gleichmäßige Formfüllung, Temperierung und prozesssichere Entformung aller Kavitäten.
Was ist Core-Back-Technik?
Bei der Core-Back-Technik wird durch gezieltes Zurückfahren eines Werkzeugkerns Kavitätsraum für eine weitere Komponente geschaffen. Das Verfahren ermöglicht Mehrkomponentenbauteile ohne Drehteller und eignet sich besonders bei begrenztem Bauraum.
Legen Sie Werkzeuge auch für bestehende Maschinen aus?
Maschinenparameter wie Aufspannmaße, Schließkraft, Düsenposition und verfügbare Kernzüge fließen bereits zu Beginn in die Werkzeugauslegung ein und gewährleisten eine optimal auf die Produktionsanlage abgestimmte Konstruktion.